Das Herzstück des Dorfplatzes!
Wir freuen uns sehr, dass wir das Backhaus nach Birkelbach geholt haben
und diesem alten Bauwerk an einem neuen Ort wieder Leben einhauchen konnten.
Die Entstehungsgeschichte von der Entscheidungsfindung bis zum Wiederaufbau
könnt ihr hier detailliert nachlesen.
Viel Spaß dabei!
Silvesterparty
Wir starten bei guter Musik, kühlen Getränken und leckeren Speisen gemeinsam in das Jubiläumsjahr 2025.
Sternwanderung
Bei der Sternwanderung kommen alle Wanderlustigen zum Feiern bei der Sport- und Kulturhalle zusammen.
Aktionstag
Beim Aktionstag stellen wir den Besuchern Birkelbach und sein Vereinsleben auf der langen Festmeile vor.
Kneipennacht
In Erinnerung an die einstigen Gaststätten im Ort laden die Vereine zum gemütlichen Kneipenhopping ein.
Das neue Herzstück des Dorfplatzes!
Unser neues altes Backhaus
Da es sich bei dem neu zu gestaltenden Dorf-Platz um einen historisch bewandten Ort handelt, an dem in der Vergangenheit viele Jahre ein Backhaus der hiesigen Backhausgemeinschaft gestanden hat, entstand die Idee, an dieser Stelle auch wieder ein Backhaus zu errichten. Deshalb möchten wir euch auf dieser Seite gerne den gesamten Prozess von dem Projekt “Backhaus” von der Idee bis zur Umsetzung näherbringen, welches ohne herausragendes ehrenamtliches Engagement vieler Birkelbacher:innen in dieser Form nicht zu realisieren gewesen wäre. Dafür erst einmal ein herzliches Dankeschön!
Teil 1: Entscheidungsfindung
Im Jahr 2017 wurde das Projekt schließlich konkret. Es ergab sich die Möglichkeit das alte, aus dem Jahre 1689 stammende historische Eiche-Fachwerk-Backhaus vom Bauernhof „Künze“ in Rinthe dort abzubrechen und in Birkelbach beim geplanten neuen Dorfplatz wieder aufzubauen und seiner ursprünglichen Nutzung wieder zuzuführen. Der Plan war geboren!
Als Erstes erfolgte eine detaillierte Begutachtung des Bauwerks, eine photographische Dokumentation sowie die Vermessung und Analyse des Bauzustandes, also eine digitale Bestandsaufnahme. Alle Bauteile, Elemente und Hölzer wurden gemessen, nummeriert und katalogisiert – auch, um das Sortieren und Zuordnen beim evtl. späteren Wiederaufbau zu erleichtern.
Die Holzbauteile aus handwerklich schönem, zimmermannsgemäßem Abbund aus jahrhundertealtem Eiche-Fachwerk mit Holz-Zapfenverbindungen waren trotz des Alters in relativ „noch brauchbarem“ Zustand. Wandteile, die eine äußere Schalung und Schieferung besaßen, waren sogar in „erträglich gutem“ Zustand. Sorgen hinsichtlich der Weiterbearbeitung bereiteten allerdings die vielen Nägel, die beim Entfernen der aufgenagelten Wandschalung im Eichenholz stecken blieben. Es wurde auch deutlich, dass einige Bauteile, wie z. B. die Dachschalung und die Dachsparren, ersetzt oder geändert werden müssen. Des Weiteren war klar, dass bei einer Entscheidungsfindung und Abwägung einige Argumente nicht messbar und nicht mit Euros zu berechnen, dennoch aber emotionslos mit zu bewerten sind, wie z. B.:
der besondere Flair eines solch alten Bauwerks aus massiver Uralt-Eiche, das Bild und die Darstellung der handwerklichen Verarbeitungskunst
der Erhaltungs-Wert historischer Bauwerke, die Rettung des Bauwerks vor der Müllhalde
der ihm anhaftende, mentale „Backhaus-Brot-Geruch“
der Wille und unser aller Aufgabe, unnötigen Verbrauch von „Ressourcen“ zu vermeiden und mit ihnen schonend umgehen, dies zu praktizieren und zu leben
Nach allen intensiven Begutachtungen und Beurteilungen stellen sich in erster Linie diese Fragen:
Ist die Maßnahme sinnvoll und fachlich zu bewältigen?
Ist die Maßnahme ökologisch sinnvoll und vor allem ökonomisch finanzierbar?
Haben wir genügend Fachleute in unseren Reihen, um diese Maßnahme durchzuführen?
Nach Abwägung von ALLEM FÜR und wider erfolgte der eindeutige Beschluss:
Wir holen das Backhaus nach Birkelbach!
Bildergalerie vom Backhaus in Rinthe
Im Folgenden haben wir für euch ein paar erste Bilder vom damaligen Bauzustand des Backhauses zusammengestellt. Diese sind bei der Besichtigung im August 2018 sowie beim Rückbau und der Demontage des Backhauses im Sommer 2019 in Rinthe entstanden. Die Fotos laufen automatisch durch, ihr könnt aber auch mithilfe der Pfeilbuttons vor- oder zurücknavigieren. Beim Überfahren der Bilder mit der Maus pausiert der Durchlauf.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Anschauen!
Text- und Bilderhinweis
Der Text und das Bildmaterial auf dieser Seite wurde uns dankenswerterweise von Hubert Stremmel zur Verfügung gestellt, der diese Maßnahme auch als Architekt in planerischer und baurechtlicher Sicht fördert und unterstützt.
Teil 2: Rückbau, Abtransport und Lagerung am neuen Standort
Nachdem die Entscheidung gefallen war, wurde zügig mit dem Abbau des Backhauses am alten Standort in Rinthe begonnen. Zahlreiche Helferinnen und Helfer aus Birkelbach begannen im Juni 2019 mit dem Rückbau, der Sicherung gefährdeter Bauteile vor der Zerlegung und für den gefahrlosen Abtransport, dem Kennzeichnen und Signieren aller Hölzer, also allen notwendigen Leistungen für einen sicheren, schad- und verlustfreien Abbau. Bei sommerlichem Wetter floss der Schweiß in Strömen.
Der Abtransport und die sichere Lagerung auf dem Bauhof bei dem Baugeschäft Burkhardt Mehrländer erfolgte noch im Juli und August 2019. Damit endete die erste Bauphase des Teilbereichs Rückbau, Abtransport und Lagerung.
Mit dem Wiederaufbau der Fachwerkkonstruktion am neuen Standort musste allerdings gewartet werden, bis:
die Baugenehmigung einschließlich der statischen Nachweise für zu erneuernde und tragende Bauteile nach heute gültigen Normen und gesetzlichen Vorschriften erteilt ist
die Finanzierungsbewilligung schriftlich vorliegt
die Bauarbeiten am Gesamt-Projekt so weit vorangeschritten sind, dass nun die Gründungsarbeiten, Fundamente etc. erstellt werden können
Im Herbst 2020 wurden dann die Erdarbeiten für Fundamente, Be- und Entwässerungsrohrleitungen, Leerrohre für Elektro und Trinkwasser von der Albert Jüngst GmbH aus Arfeld und die Maurer- und Betonarbeiten von unserer heimischen Baufirma Burkhard Mehrländer ausgeführt.
2020 und vornehmlich 2021 waren die Jahre, in denen wir mit „Corona“ konfrontiert waren und Kontakte zu Mitmenschen vermieden werden sollten. Das hatte natürlich auch erheblichen Einfluss auf die geplanten Eigenleistungen und damit auf den Baufortschritt. Aber im Sommer 2022 waren wir nach umfassender Impfung und gewohntem Umgang und mit Immunschutz gegen diese Epidemie wieder bereit, mit dem Wiederaufbau fortzufahren.
Burkhard Mehrländer und seine Mitarbeiter führten im Juli 2022 das Sockelmauerwerk aus Naturstein und Bims-Hohlblock-Mauerwerk aus. Die Fa. Reinhard Beuter aus Wingeshausen erklärte sich bereit, die Zimmererarbeiten für den Wiederaufbau des Fachwerkes und der Dachkonstruktion auszuführen. Reinhard Beuter ist in unserer Region bekannt für handwerklich gute Arbeiten, vor allem auch im denkmalpflegerischen Aufgabenbereich. Gemeinsam wurden die Ausführungsdetails für Wand-, Dach- und Traufgesimse, Lage und Ausführung der Stuhlrahmen, der Dach- und Kehlbalken erörtert und festgelegt. Es ist eine Herausforderung, die Bauteile wieder so zusammenzubauen und zu richten, dass die Wände und Dachkonstruktion mit ihren Pfosten, Streben und Sparren auf dem umlaufenden Rahmen passend sitzen.
Vom Vorbesitzer des Backhauses aus Rinthe, Gert Afflerbach, der das Bauwerk kostenlos der Dorfgemeinschaft überließ und die Beseitigung des Bauschutts vom Rückbau auch noch übernahm, haben wir außerdem ausreichend altes Eiche-Bauholz erhalten, um damit fehlende Fachwerkteile zu ergänzen oder auszutauschen.
Bildergalerie vom Abbau des Backhauses in Rinthe
In dieser Bildergalerie findet ihr die nächsten Bilder vom Rückbau und der Demontage des Backhauses in Rinthe. Die Fotos laufen automatisch durch, ihr könnt aber auch mithilfe der Pfeilbuttons vor- oder zurücknavigieren. Beim Überfahren der Bilder mit der Maus pausiert der Durchlauf.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Anschauen!
Text- und Bilderhinweis
Der Text und das Bildmaterial auf dieser Seite wurde uns dankenswerterweise von Hubert Stremmel zur Verfügung gestellt, der diese Maßnahme auch als Architekt in planerischer und baurechtlicher Sicht fördert und unterstützt.
Teil 3: Wiederaufbau am neuen Standort
Nachdem alle vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen waren, wurde 2022 mit dem Wiederaufbau begonnen. Ausführendes Unternehmen war die Zimmerei Beuter, die wie bereits erwähnt, große Erfahrung im historischen Holzbau hat. Ziel war es, möglichst viel von der historischen Bausubstanz zu erhalten. Fehlende oder schadhafte Fachwerkteile mussten ergänzt und eingebaut werde. Es war beeindruckend zu sehen, wie die einzelnen Elemente
auf dem Sockel aufgestellt, gesichert und anschließend zusammengefügt wurden. Ein historisches Gebäude erwacht zu neuem Leben! Alte und neue Komponenten ergänzen sich und führen im Ergebnis zu einem wunderschönen Fachwerkrahmen.
Als Nächstes standen Schalarbeiten auf dem Programm. Zwischenboden und Dach wurden verschalt. Großen Dank an Heiko Strack, der ehrenamtlich die Schieferdacheindeckung samt Regenrinne ausführte. Hier wurde nochmal deutlich, dass ohne freiwilliges Engagement vieler ein solches Projekt niemals zu realisieren wäre!
Die nächste Herausforderung stellte das Ausmauern des Fachwerks dar. Zunächst wurden Dreiecksleisten aus Eiche in die Fachwerksrahmen verschraubt, um der Ausmauerung mit Kalksandsteinplatten Halt zu geben. Eine langwierige
und mühselige Arbeit. Musste doch jeder Stein angepasst, geschnitten und vermauert werden. Hierfür waren Burkhard Mehrländer, Stefan Lange und Erhard Nölling verantwortlich. Das Team vom Bau, das sehr gut harmonierte und zusammenarbeitete, sich aber immer den kritischen Blicken und Fragen der Qualitätssicherung in Person von Christian Dörnach (Dedda) stellen musste. Ihm entging nichts! Nach vielen Stunden intensiver Arbeit war es endlich geschafft und die Ausmauerung abgeschlossen. Parallel wurde das Fachwerk abgeschliffen, grundiert und gestrichen. Speziell das Schleifen war eine schmutzige Angelegenheit. Die Dacharbeiten fanden ihren Abschluss. Im Innenraum wurde ein zweizügiger Schornstein hochgezogen. An diesen wird der Backofen und ein Holzofen angeschlossen.
Nachdem die Fassade im Außen- und Innenbereich verputzt und gestrichen und der Estrich eingebracht wurde, präsentiert sich das alte-neue Backhaus als wahres Schmuckstück auf dem Dorfplatz. Die ungezählten Arbeitsstunden haben sich wahrlich gelohnt!
Ausdrücklich erwähnen in diesem Zusammenhang möchte ich Heike Hoffmann, die als Vorsitzende des Dorfvereins dieses Projekt überhaupt erst ins Leben gerufen hat. Sie begleitet alle Bauschritte mit Rat und Tat. In der Regel waren es Samstage, an denen in und um das Backhaus gearbeitet wurde. Ein Highlight für das Bauteam war immer das von Heike zubereitete Mittagsessen. Dafür Danke! Ebenso ein Dank an Bärbel Grebe, die immer für Kaffee und Kuchen sorgte.
In der letzten Folge dieser kleinen Serie werde ich den Aufbau des Backofens beschreiben.
Bildergalerie vom Aufbau des Backhauses in Birkelbach
In dieser Bildergalerie findet ihr die nächsten Bilder von den Vorbereitungen, dem Aufbau und dem Innenausbau des Backhauses in Birkelbach. Die Fotos laufen automatisch durch, ihr könnt aber auch mithilfe der Pfeilbuttons vor- oder zurücknavigieren. Beim Überfahren der Bilder mit der Maus pausiert der Durchlauf.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Anschauen!
Text- und Bilderhinweis
Der Text und das Bildmaterial auf dieser Seite wurde uns dankenswerterweise von Hubert Stremmel zur Verfügung gestellt, der diese Maßnahme auch als Architekt in planerischer und baurechtlicher Sicht fördert und unterstützt.







































